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PostHeaderIcon Golfschlaeger Fitting in Frankfurt

PostAuthorIcon Author: Robert Schmalfuss |
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Golfschlägerfitting

Unter diesem Begriff versteht man das individuelle Anpassen des Schlägersatzes an die physischen Gegebenheiten des Golfspielers.

 

Die Parameter des Spielers,welche Relevant für Spiel und Schwung sind (Körpergröße,Schwungverhalten,Flugverhalten des Balles,Schlägerkopfgeschwindigkeit, etc.) können ideal in die Änderungen einbezogen und auf den Schläger übertragen werden.

Der Spieler kann so individuell Lie , Loft ,Schaft und die Griffe anpassen lassen.

Die genauen Begriffserklärungen finden Sie am Ende des Textes.

 

Was kann genau beim Fitting
alles berücksichtigt werden?

 

1. Schaft

Der Flex,der Kickpoint,sowie die Schaftlänge sind variabel.

 

2. Lie-Winkel

Durch präzises biegen kann der Auflagewinkel entweder aufrechter oder flacher gestaltet werden.

 

3. Loft

Eine etwas seltenere (meist von Senioren bevorzugte) Veränderung, bei welcher die Schlägerflächenneigung meist um wenige Grad nach vorne gebogen wird.

 

4. Griff

Durch sog. „Tapes“ kann der Griff je nach Handgröße des Spielers optimiert werden. Bei deutlichen Veränderungswünschen kommen wahlweise neue, größere (Midsize oder Jumbo) Griffe an den Schläger.


5. MOI

Durch das anpassen des Trägheitsmomentes an einen beliebigen Wert fühlen sich alle Schläger gleich an und die Konstanz des Treffens wird verbessert!

 

 

Welche Unterschiede und Wege des Fitting gibt es?

 

Es gibt 2 Formen, das statische Fitting und das dynamische Fitting.

Das dynamische Fitting ist in den meisten Fällen jedoch nur sinnvoll,wenn ihm ein statisches Fitting vorausgeht.

 

 

1.Statisches Fitting

 

Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich hier um die individuelle Anpassung der Schläger an die Statur des Spielers.

Körpergröße,Armlänge,der Abstand der Handgelenke zum Boden,sowie die Länge des längsten Fingers werden beim anfertigen in die Wahl der Griffdicke,der Schlägerlänge, sowie der Auflage des Schlägers auf dem Boden miteinbezogen.

Eventuelle körperliche Einschränkungen können nun ebenfalls berücksichtigt und kompensiert werden.

 

2.Dynamisches Fittting

 

Hier werden nach neusten computergestützten Analysemethoden das Schwungverhalten,die Schwunggeschwindigkeit, der Treffmoment, sowie die Körperhaltung und etliche andere Parameter ermittelt, welche eine höchst präzise Anpassung ermöglichen.

Weiterhin wird mittels Lie-Board der Winkel, abhängig von Körpergröße,der Armlänge und der Schwungebene optimiert.

Schafteigenschaften wie Flex, Kickpoint etc. werden ebenfalls genau für den Spieler bestimmt.

Professionelle Clubfitter bieten auch Winkelveränderungen an, die es ermöglichen einen Slice oder einen Hook bei evtl. körperlichen Beeinträchtigungen zu beheben, jedoch wird die neutrale Einstellung bevorzugt,da die Korrektur von Schwungfehlern normalerweise Aufgabe des Trainers bleiben sollte.

 

 

Was passiert bei falschen Einstellungen??

 

1.Falscher Lie-Winkel

 

Ist dieser zu aufrecht, fliegen die Bälle häufig nach links,werden getoppt und mit der Ferse  getroffen.

Ist der Lie-Winkel zu Flach, verhält sich der Ball genau umgekehrt. Treffer mit der Spitze, ein zu starker Bodenkontakt beim Schlag und ein „Verziehen“ nach Rechts sind die Folge.

 

2.Falsche Schaftlänge

Da die Schaftlänge nicht zwangsläufig etwas mit der Größe des Spielers zu tun hat,empfiehlt sich zunächst die Änderung des Lie-Winkels.Bei falscher Schaftlänge ist ein optimaler Treffpunkt des Balles am Schlägerkopf nur schwer realisierbar.

Veränderungen an der Schaftlänge sollten sich jedoch auf das verlängern beschränken, da beim Verkürzen die Gefahr besteht, dass der Schläger leichter (evtl. zu leicht) und der Flex härter wird.

 

3.Falscher Schaft-Flex

Genauigkeit und Länge der Schläge sind Eigenschaften,welche durch den Flex bestimmt werden. Ein falscher Flex führt zu Einbußen in genau diesen für Golfer besonders wichtigen Punkten.

Die Geschwindigkeiten die ein Spieler mit dem Schläger erzeugen kann sind hierbei wichtiger als die Körpergröße.

Ist der Schaft zu weich, zieht der Ball flach nach links. Bei einem zu harten Schaft ist dementsprechend das Gegenteil die Folge.

Besonders wichtig ist, dass Regular-Flex nicht gleich Regular Flex ist!

Jeder Hersteller hat unterschiedliche Flexes welche jedoch leicht für die selben gehalten werden können, da es unter den Firmen keine einheitlichen Spezifikationen gibt.

Die Wahl des Schaftmaterials (Stahl/Graphit) ist ebenfalls wichtiger Punkt bei der Schlägwahl.

Jedoch gibt es auch Graphitschäfte, die vom Flex her Härter sind als gleichwertige Stahlschäfte.

Daher sollte jeder Spieler ausprobieren welches Material ihm besser liegt.

 

 

4.Falscher Griff

 

Der Griff scheint zunächst nebensächlich zu sein,jedoch hat er starken Einfluss auf die Handrotation.Bei zu dicken Griffen ist eine zu langsame Handrotation zu beobachten welche zur Folge hat, dass der Ball nach rechts zieht.Bei zu dünnen Griffen ist wiederum das Gegenteil der Fall, da bei zu schneller Handrotation der Ball nach links abdriftet.

 

 

Bei welchen Schlägern ist Fitting möglich und sinnvoll?

 

Da beim Fitting sehr hohe Temperaturen und Kräfte auf das Material wirken sind leider nicht alle Schläger für die Prozedur geeignet.

Bei der Änderung des Lie-Winkels wird der Hosel (Stück am Schlägerkopf in welches der Schaft mündet) enorm erhitzt um dann gebogen zu werden. Diese Temperaturen können dazu führen ,dass Anfängersets oder Low-Budget Schläger beim fitten oder später beim Spielen an genau dieser Stelle sprichwörtlich den „Kopf verlieren“. Dieses Verhalten ist den Materiealien und dem daraus resultierenden günstigen Preis geschuldet.

Anfängersets eignen sich lediglich für Golfinteressierte,die sich mit dem Golfsport vertraut machen wollen ohne hohe Summen für das Equipment auszugeben.

Man muss jedoch auch bei Markenschlägern differenzieren ob diese gegossen oder geschmiedet (forged) wurden. Beim Schmieden der Schläger wird weicheres Material verwendet ,welches sich ideal für das fitten eignet und auch bei hohen Temperaturen und Krafteinwirkungen beständig ist.

Bei gegossenen Schlägern wird es schwerer,da diese deutlich anfälliger sind.

Zwar stellen die Firmen neuerdings Schlägerköpfe mit verschiedenen Lie-Winkeln her,jedoch bleibt das fitten bei gegossenen Schlägern immer mit einem Restrisiko behaftet.

 

Fazit:

Fitting ist immer sinnvoll, jedoch ist es nicht immer möglich den bereits
bestehenden Golfschlägersatz anzupassen.

 

Vorsicht:

Bei den meisten Billig-Sets lohnt sich das umändern der Schäfte nicht,da dies vermutlich den Preis des Sets übersteigen würde und man sich das Geld auch für den Kauf eines hochwertigeren Sets sparen kann.

 

 

Ab wann sollte man an Fitting denken?

 

Sobald größere Änderungen in der Schwungbewegung und der Schwunggeschwindigkeit ausgeschlossen werden, ist man bereit für ein Fitting.

Der Schwung sollte also gefestigt und gut wiederholbar sein, das eigene Gefühl und die Meinung des Pros sollten maßgeblich entscheidend sein.

Der Pro kann ebenfalls beratend zu Seite stehen wenn es darum geht welche Einstellung für den Spieler am günstigsten,sinnvollsten und effizientesten ist.

Gerade Anfängern wird vom Dynamischen Fitting abgeraten ein Statitsches
Fitting reicht hier voll uns ganz aus.

Begriffserklärungen – Was ist Was?

 

Lie - Winkel zwischen Unterkante des Schlägerkopfes und des Schaftes

Loft - Neigung der Schlagfläche

Flex - Beschreibt die Biegsamkeit des Schaftes (keine einheitl. Standartisierung s.o.)

Kick-Point - Hier erreicht der Schaft seine größte Biegung/ mitbestimmend für die Flugkurve

 

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